Das Licht des Lebens ist oft das feine Licht. Das brutale, banale Scheinwerferlicht dient nicht dem Leben. Es leitet Tiere ins Verderben. Sie geraten unter Stress, können nicht mehr Tag und Nacht unterscheiden. Wir sprechen in dem Zusammenhang von Lichtmüll. Tatsächlich Lichtmüll? Ja, Licht kann zur Falle werden, zum Irrlicht. Es kann blenden und verblenden. Mit Licht kann man „hinters Licht führen“, vorgaukeln, lügen und verführen. Aber die Sehnsucht nach Licht bleibt: Licht, das mit Wahrheit und mit Leben zu tun hat, mit Orientierung, Erkennen und Verstehen. Denn so vieles, was sich in uns breit macht und was von außen auf uns einströmt, ist dunkel und unheimlich, undurchdringlich und undurchschaubar, kalt und klamm.

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