Im Reisenden aus Äthiopien begegnet uns ein Mensch, der eine schmerzliche Zerrissenheit in sich trägt, die ihm durch seine Lebensgeschichte auferlegt ist . Der eine oder die andere wird vielleicht eine Gemeinsamkeit mit ihm entdecken und dadurch ermutigt werden, selbst nach dem lebendigen Gott zu suchen, trotz aller Hindernisse, die sich in den Weg zu stellen scheinen.
Wenn es am Schluss der Geschichte heißt, dass sich der Äthiopier bei einer zufälligen Wasserstelle neben der Straße kurzentschlossen taufen lässt, könnte man den Eindruck einer ad-hoc Aktion gewinnen. Doch dieser Eindruck ist falsch. Als der Hofbeamte aus dem fernen Land ins Wasser steigt, hat er schon eine lange innere Reise und einen weiten Weg hinter sich. Was hier am Ende geschieht, ist in ihm in Jahren des Suchens herangereift.

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