Wenn Pflanzen oder Bäume ausgerissen, entwurzelt werden, gehen sie kaputt. Das ist bei uns Menschen nicht anders. Wenn wir durch heftige Krisen aus unseren Wurzeln gerissen werden, gehen wir kaputt: Verzweiflung, Depression, negative Energie, Hass, Wut, Gewaltbereitschaft, Schuldzuweisungen… Rechtsextreme Bewegungen nutzen bewusst diese Energie, die hier freigesetzt wird.
Drei Wurzelstränge sind es, mit denen wir uns verankern, Halt finden und Wachstumskräfte aufnehmen können:
– Der erste Wurzelstrang: der Glaube; dass wir uns festmachen in der Zusage, dass der große Gott Himmels und der Erde, der nicht mitgerissen wird im Strudel der Krisen, „du“ zu mir und zu dir sagst. „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“
– Der zweite Wurzelstrang: die Hoffnung, dass Gott diese Welt durch alle Stürme an sein Ziel bringt und für uns kleine Leute Wege findet, wo unser Fuß gehen kann.
– Und der dritte Wurzelstrang: die Liebe, die nie ihren Wert verliert, wie ein Goldnugget, das – vergraben in Schlamm und Schotter – doch nicht seinen Glanz, seine Reinheit und seinen Wert verliert.

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