Den Menschen damals geht es nicht gut. Da sind die Existenzsorgen jeder einzelnen Familie. Der Schutt von den Kriegsruinen muss weg. Dann geht es ans Hausbauen. Die Felder sind verödet, Obstbäume und Weinstöcke müssen neu gepflanzt werden. Und dann sind auch die Ölbäume, die im Krieg umgehauen worden waren. Da bleibt einfach nichts übrig, auch noch für den Wiederaufbau des Tempels zu spenden oder selbst Hand anzulegen. Das Hemd ist einem näher als der Rock. Wenn dann auch noch die Regenzeit ausbleibt, Heuschrecken über das Land herfallen oder Hagel, Mehltau und Getreidebrand die Ernte vernichten, dann ist es ganz aus. Der Plan zur Wiedererrichtung des Tempels wird auf die lange Bank geschoben. Erst einmal sparen, wo man kann. Und der Tempelbau ist, so denkt man sich insgeheim, ein guter Anfang fürs Sparen.
Dabei übersehen die Menschen aber eine wichtige Sache…

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