
Manche von uns leben in einer ländlichen Umgebung und haben das Wachsen und Werden, Hoffen und Bangen, Gedeihen und V erderben auf den Feldern und in den Gärten tagtäglich vor Augen. Andere, die in einer städtischen Umgebung groß geworden sind, müssen sich bewusster hineinversetzen, was es heißt, wenn über Wochen kein Regen fällt oder ein später Frost die Baumblüte zerstört, wenn Schädlinge überhandnehmen oder eine Überschwemmung die Ernte vernichtet. Doch letztendlich ist das Bewusstsein doch zu uns allen durchgedrungen: Niemand kann eine Kornähre erzeugen oder einen Baum dazu bringen, Früchte zu tragen. Wenn aber die Felder wüst und die Bäume kahl bleiben, dann dauert es nicht lange und es stehen alle Räder still, die Computerbildschirme werden schwarz und es wird still an den Finanzbörsen und in den Management-Etagen dieser Welt.
(Diese Predigt wurde ursprünglich zu Erntedank 2016 gehalten. Nach einigem Überlegen haben wir uns dagegen entschieden, die darin genannten Beispiele zu aktualisieren. Parallelen dazu lassen sich jederzeit in den jeweiligen Situationen finden)
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