Karfreitag ist eine große, klaffende Wunde. Christus auf seinem ganzen Weg und in seinem Geschick ist wie eine große Wunde Gottes. Denken wir, was Gott alles an Leid, an Misshandlung, an Spott, an Verleumdung in sich aufgenommen hat, bis hin zum Kreuz, und Gottes schmerzliche Trauer im Sterben von einem Teil von sich selbst, von seinem Sohn. Was für eine Wunde! Aber diese Wunden haben nicht dazu geführt, dass Gott sich verschlossen und zurückgezogen hätte. Die klaffenden Wunden, sie sind die Stellen geworden, an denen uns Gott ganz nahe ist. Nirgendwo sind sich Gott und Mensch so nahe, so vertraut, wie in den Wunden Jesu. Nirgendwo versteht uns Gott so tief und empfindsam, wie in den Wunden und Nägelmalen Jesu.

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