Jesus zieht als König in die Stadt Jerusalem ein. Eine Handbewegung und die kochende Spannung wäre explodiert. Menschen hätten sich in den messianischen Kampf geworfen. Doch was tut Jesus? – Nichts. Er belässt es bei dem Zeichen mit dem Esel und signalisiert ohne Worte: Ja, ich bin es, der da kommen soll im Namen und Auftrag Gottes. Ich bin der verheißene Messias, euer König. Ich bin es, auf den die Schriften hinweisen, auf den das Volk Israel gewartet hat. – Doch dann kam nichts. Nur wenige Tage später lässt er sich ohne Gegenwehr fangen und das grausige Schauspiel des Verhörs mit bestochenen Lügenzeugen, die ekelhaften, mutwilligen Spiele der Soldaten, das unbeschreibliche Grässliche, der Tod am Kreuz, ein Schauspiel von Schwäche und Entwürdigung.
Ist König Jesus auch unser König? Herrscht er in der Macht Gottes? Oder will Jesus von unten gewinnen? Jeder Stratege weiß, wie wichtig die erhöhten Stellungen sind. Von oben kontrolliert man das Umfeld, von oben her kann man die Oberhand gewinnen. Will Jesus von unten gewinnen? Die überraschende Antwort: ja.

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