Predigt | NT03 Lukas 14,1-6 Die Heilung eines Wassersüchtigen

„1Einmal ging Jesus an einem Sabbat in das Haus eines der führenden Pharisäer. Dort nahm er am Mahl teil. Alle beobachteten ihn genau. 2Da war ein Mann in seiner Nähe, der an Wassersucht litt. 3Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und Pharisäer und fragte: »Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen, oder nicht?« 4Sie aber schwiegen. Da berührte Jesus den Kranken, heilte ihn und ließ ihn gehen. 5Dann sagte er zu ihnen: »Wenn einem von euch ein Kind in den Brunnen fällt oder nur ein Rind: Wer wird es nicht sofort herauszie- hen – auch wenn Sabbat ist?« 6Sie wussten nicht, was sie darauf antworten sollten.“

Predigt | NT03 Lukas 14,15-24 Das große Gastmahl (Erstauss. 09.09.2020)

15Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus: »Glückselig ist, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf!« 16Jesus antwortete: »Ein Mann veranstaltete ein großes Festessen und lud viele Gäste ein. 17Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener los und ließ den Gästen sagen: ›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹ 18Aber einer nach dem anderen entschuldigte sich. Der erste sagte zu ihm: ›Ich habe einen Acker gekauft. Jetzt muss ich unbedingt gehen und ihn begutachten. Bitte, entschuldige mich!‹ 19Ein anderer sagte: ›Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin gerade unterwegs, um sie genauer zu prüfen. Bitte, entschuldige mich!‹ 20Und wieder ein anderer sagte: ›Ich habe gerade erst geheiratet und kann deshalb nicht kommen.‹ 21Der Diener kam zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener: ›Lauf schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt. Bring die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Gelähmten hierher.‹ 22Bald darauf meldete der Diener: ›Herr, dein Befehl ist ausgeführt, aber es ist immer noch Platz.‹ 23Da sagte der Herr zu ihm: ›Geh hinaus aus der Stadt auf die Landstraßen und an die Zäune. Dränge die Leute dort herzukommen, damit mein Haus voll wird!‹ 24Denn das sage ich euch: Keiner der Gäste, die zuerst eingeladen waren, wird an meinem Festessen teilnehmen!«

Predigt | NT03 Lukas 13,10-17 Die verkrümmte Frau (Erstauss. 2020.05.24)

10Als Jesus einmal am Sabbat in einer der Synagogen lehrte, 11war dort eine Frau. Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist geplagt, der sie krank machte. Sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr gerade aufrichten. 12Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte zu ihr: »Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!« 13Und er legte ihr die Hände auf. Sofort richtete sie sich auf und lobte Gott. 14Aber der Leiter der Synagoge ärgerte sich darüber, dass Jesus die Frau an einem Sabbat heilte. Deshalb sagte er zu der Volksmenge: »Es gibt sechs Tage, die zum Arbeiten da sind. Also kommt an einem dieser Tage, um euch heilen zu lassen – und nicht am Sabbat!« 15Doch der Herr sagte zu ihm: »Ihr Scheinheiligen! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Futterkrippe los und führt ihn zur Tränke? 16Aber diese Frau hier, die doch eine Tochter Abrahams ist, hielt der Satan gefesselt – volle achtzehn Jahre lang! Und sie darf am Sabbat nicht von dieser Fessel befreit werden?« 17Als Jesus das sagte, schämten sich alle seine Gegner. Doch die ganze Volksmenge freute sich über die wunderbaren Taten, die Jesus vollbrachte.

Predigt | NT02 Markus 12,41-44 Das Scherflein der Witwe (Erstauss. 2020.05.17)

41Dann setzte Jesus sich in die Nähe des Opferkastens. Dort beobachtete er, wie die Leute Geld hineinwarfen. Viele wohlhabende Leute gaben viel hinein. 42Da kam auch eine arme Witwe. Sie warf zwei kleine Kupfermünzen hinein – das entspricht der kleinsten römischen Münze. 43Jesus rief seine Jünger herbei und sagte zu ihnen: »Amen, das sage ich euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen, die etwas in den Opferkasten geworfen haben. 44Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Aber diese Witwe hat alles hergegeben, was sie selbst zum Leben hat – obwohl sie doch arm ist.«

Predigt | NT01 Matthäus 8,1-4 Heilung eines Aussätzigen (Erstauss. 2020.07.08.)

1Jesus stieg vom Berg hinab und zog weiter. Eine große Volksmenge folgte ihm. 2Da kam ein Mann zu Jesus, der an Aussatz erkrankt war. Er fiel vor ihm auf die Knie und flehte ihn an: »Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.« 3Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: »Ich will. Sei rein!« Im selben Augenblick wurde der Mann von seinem Aussatz geheilt und rein. 4Jesus sagte zu ihm: »Pass auf, dass du niemandem davon erzählst! Geh, zeige dich dem Priester und bring die Opfergabe, die Mose vorgeschrieben hat. Dadurch sollen alle erfahren, dass du geheilt worden bist.«

Predigt | NT01 Matthäus 25,1-13 Die zehn Brautjungfern (Erstauss. 2020.12.03.)

1»Wenn das Himmelreich kommt, wird es sein wie folgendes Gleichnis: Zehn Brautjungfern nahmen ihre Fackeln und gingen hinaus, um den Bräutigam zu empfangen. 2Fünf von ihnen waren dumm, die anderen fünf waren klug. 3Die dummen Brautjungfern nahmen zwar ihre Fackeln mit, aber kein Öl. 4Die klugen Brautjungfern dagegen nahmen zusammen mit ihren Fackeln auch Krüge mit Öl mit. 5Doch der Bräutigam verspätete sich. Die Brautjungfern wurden müde und schliefen ein. 6Mitten in der Nacht weckte sie der Ruf: ›Seht doch! Der Bräutigam kommt! Geht hinaus, um ihn in Empfang zu nehmen!‹ 7Da standen alle Brautjungfern auf und machten ihre Fackeln bereit. 8Die dummen Brautjungfern sagten zu den klugen: ›Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Fackeln sofort wieder aus!‹ 9Aber die klugen Brautjungfern antworteten: ›Das geht nicht. Das Öl reicht nicht für uns und euch! Geht doch zu den Händlern und kauft euch selbst welches.‹ 10Die dummen Brautjungfern gingen los, um Öl zu kaufen. Inzwischen traf der Bräutigam ein. Die klugen Brautjungfern, die vorgesorgt hatten, gingen mit ihm zum Hochzeitsfest. Hinter ihnen wurde die Tür geschlossen. 11Später kamen die anderen Brautjungfern nach. Sie riefen: ›Herr, Herr, mach uns auf!‹ 12Aber der Bräutigam antwortete: ›Amen, das sage ich euch: Ich kenne euch nicht.‹ 13Bleibt also wachsam! Denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde, in der der Menschensohn wiederkommt.«