
iAls Marta auf die Aussage Jesu über ihren verstorbenen Bruder Lazarus, er werde auferweckt werden, reagiert, bleibt sie innerlich stumpf. Sie spricht von der Auferstehung als Etwas, ein Etwas, das man imReligionsunterricht lernt. Sie bezweifelt es nicht, aber es erreicht sie nicht. Es ist etwas Fernes, das — ja — irgendwann einmal kommen wird. Aber jetzt, jetzt tröstet es nicht. Jetzt klafft der Abgrund des Verlustes vor ihr. Und sie wird von Jesus bei der Hand genommen und über eine Linie gezogen. Ein Schritt nur, aber das Entscheidende passiert. Martha begreift, dass Auferstehung nicht etwas ist, an das man schon irgendwie glaubt, dass es irgendwann einmal passieren wird, sondern dass Auferstehung jemand ist, der jetzt da ist und ihr nahe.
Auferstehung und ewiges Leben werden in dem Augenblick ein Teil von uns, in dem wir Jesus Christus ergreifen und eine vertrauensvolle Bindung zu ihm eingehen. „Alle diejenigen, die ihn aufnahmen, ermächtigte er, Kinder Gottes zu werden.“ – Darauf kommt es an: Christus hier und heute zu ergreifen.
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